Steuer und Kostenfolgen im Zusammenhang mit der Ehescheidung

Die Vorteile der gemeinsamen Veranlagung zur Einkommensteuer können im Trennungsjahr noch genutzt werden, gegebenenfalls noch im Folgejahr, wenn die Eheleute darin mindestens ein paar Wochen zusammengelebt haben.

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für eine Beratung beim Anwalt. Weitere Kosten werden bedingungsgemäß nach den Allgemeinen Rechtsschutzversicherungsbedingungen nicht übernommen.

Die Kosten der Ehescheidung werden vom Finanzamt als aussergewöhnliche Belastung anerkannt. Danach sind die Gerichtsund Anwaltskosten der Ehescheidung absetzbar, sowie die Kosten für Nebenverfahren der Ehescheidungsfolgen.

Allerdings dürften die Aufwendungen den  zumutbaren Eigenanteil übersteigen. Dessen Höhe hängt vom Einkommen und der Zahl der Kinder ab. Bei Einkünften von 60.000,DM und einem Kind beträgt der Selbstkostenanteil 1.800,DM, bei 100.000.DM 3.000,DM pro Jahr. Nur Ausgaben, die über diesem Eigenanteil liegen, mindern die Steuerschuld.

Unterhaltszahlungen sind für den Pflichtigen bis zu jährlich 27.000,DM /  2.250,DM monatlich absetzbar (Sonderausgaben).

Der Unterhaltsberechtigte muss das Geld grundsätzlich versteuern. Zum Erhalt der Steuervorteile muss die Anlage “U” ausgefüllt und unterschrieben werden. Es besteht ein Anspruch des Unterhaltspflichtigen darauf, dass der Unterhaltsberechtigte die Unterschrift leistet, wenn und soweit die steuerlichen Nachteile dem Unterhaltsberechtigten ersetzt werden.

Steuerliche Abzugsbeträge nach der Ehescheidung werden den Eheleuten je zur Hälfte gewährt, Ausnahme: Den Haushaltsfreibetrag von derzeit 5.616,DM jährlich erhält nur der Elternteil, bei dem das Kind gemeldet ist.

Wichtig ist, dass der Anspruch auf Eigenheimförderung nach der Scheidung verloren gehen kann. Dies gilt z. B. für den Fall, dass beide Eheleute im Grundbuch als Miteigentümer eingetragen sind. Wird dagegen der Eigentumsanteil schon im Trennungsjahr auf einen der beiden Partner übertragen, erhält der andere bei einem späteren Hauskauf erneut die Eigenheimzulage.